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Umweltschutz und Sicherheit

Recycling

Vorschriften

Recycling

 

Wie ist der Recyclingprozess organisiert?

 

Batterien und Akkus kann man überall dort gratis zurückgeben, wo man sie kaufen kann. Die Rücknahmepflicht gilt unabhängig von einem Kauf. In der Schweiz ergeben sich daraus allein für Haushaltsbatterien mehr als 12 000 Sammelstellen:

 

Detailhandel

 

Warenhäuser

Foto-, Elektronik- und Mobilkommunikations- Fachgeschäfte

Kioske, Tankstellenshops, Poststellen u.a.

 

 

 

Die Rücknahme von Haushaltsbatterien in der Schweiz organisiert die Interessenorganisation Batterieentsorgung (INOBAT) in enger Kooperation mit dem Handel, den Behörden und privaten Sammelstellen.

 

Die Rücknahme von Bleibatterien und -akkumulatoren für den Bereich Handwerk, Heim und Hobby erfolgt über den Handel und den Sammelstellen der Stiftung Entsorgung Schweiz (SENS).

 

Die Rücknahme von Bleiakkumulatoren für Autos, Motorräder und industrielle Anlagen organisieren die Händler und Importeure dieser Branche eigenständig, da die Rücknahme häufig im Austauschverfahren ersetzt werden und somit nahezu 100 % wieder in den Stoffkreislauf gelangen.

 

Wie werden die Wertstoffe wieder zurückgewonnen?

 

Die Firma Batrec übernimmt in der Schweiz als einziger Verwertungsbetrieb die fachgerechte Entsorgung und Aufbereitung von Altbatterien. In einem 5-stufigen Recyclingprozess werden aus den gesammelten Batterien wertvolle Rohstoffe gewonnen und dem Stoffkreislauf wieder zugeführt.

 

Zunächst werden bei Temperaturen von bis zu 750 °Celsius mittels Pyrolyse Wasser und Quecksilber verdampft. Letzteres wird später nach einer weiteren Erhitzung in reiner Form auskondensiert. Aus dem Rest werden in einem Induktionsofen bei Temperaturen von 1500 °Celsius Eisen, Mangan und Nickel herausgeschmolzen. Das Zink wird in einem Kondensator zurückgewonnen. Am Schluss bleibt eine glasartige Schlacke übrig.

 

Endprodukte aus dem Recyclingvorgang sind Ferromangan, Zink und Quecksilber. Diese so genannten Sekundär-Rohstoffe werden der Industrie zugeführt: Ferromangan gelangt in Stahlwerke, wo es zum Beispiel zu Dolendeckeln verarbeitet werden kann. Das Zink wird in Verzinkereien verwendet und Quecksilber wird beispielsweise in Messgeräten wieder eingesetzt. Da der Quecksilber-Anteil in Batterien zunehmend durch umweltfreundlichere Systeme ersetzt wird, nutzt Batrec sein Know-how und die vorhandenen Kapazitäten, um im Rahmen dieses Prozesses auch quecksilberhaltige Altlasten aus dem Ausland fachgerecht zu rezyklieren. Die anfallende glasartige Schlacke wird in Deponien abgelagert.

 

Die in der Schweiz konsumierten Batterien und Akkus dürfen – von wenigen Ausnahmen abgesehen – seit 1991 nicht mehr ins Ausland zur Verbrennung oder Deponierung geliefert werden.

 

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